Kurzgeschichte

Heute möchte ich euch eine kleine Geschichte  vorstellen, die ich meiner Frau zur Weihnachtszeit geschrieben habe. Sie wollte eine kleine Gruselige Kurzgeschichte mit anleien zu Howard Philips Lovcraft´s Kurzromanen.
Ich hoffe sie wird euch gefallen und ihr könnt wie immer ,sehr gerne ein paar Kommentare hier  lassen.

Die Nacht zu Dezember

Trotz des leichten Schneefalls war kaum eine Wolke am Nachthimmel zu erblicken , unzählige Sterne konnte man erhaschen und erhellten die Dunkelheit. Selbst der Mond lies sein kaltes dasein ergötzen.
Auf dem Hügel war es ruhig, kein Wispern war zu hören. Nur der Wind pfiff unheimlich durch die Nacht und ließ meinen langen Mantel umher flattern . Das knarren im weichen Schnee das durch meine ledergebundenen Stiefel ertönte, war auch das einzige vertraute Geräusch in dieser dunklen Stille . Der Nebel wallte dicht über den verschneiten Boden bis hoch zu meinen Knien und verschleierte die unten am Hügel stehenden Häuser aus dem naheliegenden Dorf . Ich ging näher auf das alte verlassene Haus zu.Dieses stand schon seit Jahren leer und besaß einen beunruhigenden Ruf , es solle verflucht sein und des Nachts soll es spuken. Selbst am Tage traute sich keiner der ansässigen Leute des nahen Dorfes zum Haus . Ich rückte meinen Kragen vom Mantel hoch der schon ganz schneebedeckt war, dabei zündete ich mir eine Zigarette an, die ich aus meiner Mantelinnentasche hervorholte .Die  Laterne flackerte hell auf, als der Wind einmal zunahm und mich vor meinem eigentlichem Ziel wegschob. Es zeichnete sich  wie eine grausige Warnung nicht näher zu kommen. Aber ich musste es wagen, als ich den Brief bekam der einfach so vor meiner Tür in der Miscatonik Universität lag, nur mit diesem Absender versehen ohne sonstige Begründung  warum ich her kommen sollte. Entweder lag es an dem Brief selbst, denn dieser strahlte Merkwürdiges aus und meine Neugier an das Übersinnliche  entfachte sich. Als ich erfuhr woher der Absender stammte ,bei meinen Nachforschungen in der hiesigen Stadtbibliothek.
Ich lief vorsichtiger an das Haus, gegen den immer stärker werdenden Wind der den Schnee in mein Gesicht wehte. Kurz bevor ich die kleinen Stufen auf der Veranda des Hauses erstieg, schaute ich es mir noch einmal genauer an. Es musste schon seit Jahrzehnten hier stehen. Die Fenster waren zugeschneit , manche zerbrochen und kaum ein Licht wollte durch die verschmutzen Scheiben durchdringen. Auch das Dach hatte schon bessere Tage gesehen ,das wohl einen Dachboden hatte, wie man durch das obige Fenster erahnen konnte. An manchen Stellen fehlten Bretter und auch der Lack ist schon seit langem verweist. Langsam schritt ich die durch verfallenen Stufen zum Haus empor . Kaum vor der Tür, drückte ich sie behutsam auf , was eine Leichtigkeit war, da sie kaum noch zusammenhielt und leicht schräg vom Türpfosten aus den Angeln hing. Innen sah es noch finsterer aus, als meine Fantasie es zuließ. Meine Laterne zeichnete unheimliche Schatten in den Raum, bis eine einzige Treppe, welche nach oben ging schien es nur aus einem einzigen großen Raum zu bestehen, indem ein Tisch auf dessen altes Geschirr vor sich gammelte und einen Haufen stapel Bücher mit einer Kerze stand. Ein einziger wackeliger Stuhl stand davor,  zwei Schränke mit alten Folianten und ein steinerner Kamin war in die alte Mauer eingelassen. Aber in dessen rägte sich etwas , Glut die noch leichte Rauchwolken emporlies und rote Asche . Wie konnte dies sein, wenn das Haus Menschenlos hier stand? Ob hier ein Obdachloser Schutz suchte vor dem kalten Dezemberwetter? Es war ein Tag vor Weihnachten auch im nahegelegenen Dorf, gab es eine Obhut für solche Leute. Nein hier wagt sich kein Mensch her.
Ich verwarf den Gedanken wieder schnell, als ich ein Tropfen vernahm, ein leichtes Tropfen das von der Decke herab kam  und direkt auf ein offenes Buch viel,  das auf dem Tisch lag. Als mich das merkwürdige Tropfen nicht weiter beunruhigte, nicht so wie der Kamin der noch leicht erhitzt war, ertönte von oben ein Knarren der morschen Dielenbretter, jemand musste sich also hier befinden. Die Geräusche gingen in Richtung der Treppe und als ich meine Laterne erhob , sah ich einen Schatten der sich hinkend und langsam die Treppe herunter begab. Es war ein Mann im mittleren Alters mit einem langen grauen Bart, einem langen Mantel der mit einem Gürtel zugeschnürt war und einer grotesk aussehenden Zipfelmütze, die sein halbes Gesicht verbarg,welcher auf einmal vor mir stand. Seine Augen konnte ich in diesem schummrigen Licht die meine Laterne erzeugte kaum wahrnehmen, eine Brille hatte er auf der Nase und sah wie ein alter Gelehrter aus. Er erhob den Kopf, ging langsam zu dem Tisch in der Mitte des Raumes über und zündete die einzige Kerze in dem Raum mit einem Streichholz an, die er aus einer Tasche in seinem Mantel hervorholte. Ein Grinsen ging von ihm aus ,seine gelben aschgrauen Zähne lechzten gerade nach einem Gespräch mit mir : " Komm herüber zu mir , ich möchte dir etwas sagen" , krächzte die alte Stimme.
Doch bevor ich auch nur einen Schritt nach vorne zu ihm wagte , erhaschte ich einen Blick auf die Decke in der immer noch die absonderliche Flüssigkeit tropfte. Sie glänzte im Schein der Kerze leicht klebrig. Nun erkundeten meine Blicke das offene Buch, welches nun im Schein jener Kerze erhellt wurde . Es war eine Lache aus roter Flüssigkeit darauf wahrzunehmen, ein Schauer lief mir den Rücken hinunter, den es konnte nur eines sein .
Der alte Mann sah worauf ich mich konzentrierte und sein faules  Grinsen wurde  breiter und bösartiger sein Blick, als er den Kopf erhob. Der Wind hörte auf zu heulen und durch die offene Tür, die ich noch vor ein paar Minuten hereinkam , fiel nicht mal mehr eine Schneeflocke herein. Es war so als ob die Sekunden stillstanden . Was nun....





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